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Description
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Andreae, Antonius. Quaestiones super XII libros Metaphysicae Aristotelis. Hrsg. Thomas Penketh. 106 nn. Bl. (davon eines weiss). 2 Spalten. 49 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 20,3 x 13,2 cm. Format: 27,4 x 19 cm. Mit Initialspatien und einer eingemalten Lombarde. Schwarz-auberginefarbener, reich blindgepragter Kalbslederband vom Ende des 19. Jahrhunderts (Kanten und Gelenke gering berieben) mit goldgepragtem RTitel (winziges Bibliotheksschild auf dem Rucken). London, John Lettou fur William Wilcock, 1480. Hain-Copinger 976. GW 1659. Goff A-581. Proctor 9757. BMC XI, 245. STC 581. Klebs 64.4. Duff-Hellinga 26. Oates 4173. ISTC ia00581000. Der erste Druck der Offizin des John Lettou, des ersten Londoner Druckers, von dem nur einige fruhere Flugblatter aus dem selben Jahr bekannt sind. Es wird angenommen, dass Lettou aus Litauen stammt und in Rom das Druckerhandwerk erlernte, da seine erste Type diejenige des Johann Bulle aus Bremen ist, der zwischen 1478 und 1479 in Rom druckte. John Lettou druckte lediglich zwei Bucher in seiner eigenen Werkstatt, beide fur William Wilcock. Um 1482 ging er eine Partnerschaft mit dem Londoner Drucker William de Machlinia ein, der sein Typenrepertoir massgeblich erweiterte. Der aus dem aragonischen Tauste stammende Antonius Andreasm (um 1280-1320) gehorte dem spanischen Franziskanern an und war einer der bedeutenden Schuler des scholastischen Philosophen Johannes Duns Scotus (um 1266-1308). Er lehrte um 1315 an der Universitat im katalunischen Lleida als "Doctor Dulcifluus" oder "Doctor Scotellus", wo er sein Hauptwerk, die vorliegenden Quaestiones super XII libros Metaphysicae Aristotelis verfasste. Herausgeber und Kommentator war der englische Gelehrte Thomas Penketh (gest. 1487), ein Augustinermonch in Warrington, der zu den Spezialisten seiner Zeit fur das Werk des Duns Scotus gehorte. Bei William Wilcock handelt es sich wohl um den ersten reinen Verleger in England, der - anders als etwa John Caxton - kein Drucker war. - Das erste weisse Blatt ist als Blatt 9 eingebunden, da die achtseitige "Tabula", die oft am Ende des Werks gebunden wurde, hier dem Exemplar vorausgeht. Durchgehend, zu Anfang und Ende starker wasserrandig mit Braunungen sowie zum Schluss mit kleinen Ausbruchen im ausseren Rand, einige Blatter mit unschonem Sporfleck unten rechts, etwas angeschmutzt und angestaubt, im Block aber meist recht gut erhaltenes Exemplar der "Sion College Library" mit dessen grossen gestochenen Wappensupralibros auf dem vorderen Spiegel. - Nur 2 Exemplare in den USA (New York und Philadelphia), einige in England, aber keines in Festland-Europa und der ubrigen Welt.
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