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Description
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Augustinus, Aurelius. De civitate dei. Mit Komm. von Thomas Waleys und Nicolaus Trivet. 364 (statt 365; ohne das letzte weisse) nn. Bl. 2 Spalten. 45 bzw. 60 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 26,7 x 17,6 cm. Format: 40,5 x 28,2 cm. Mit zweimal Rotdruck am Schluss und 2 wdhl. rotgedruckten Holzschnitt-Druckermarken, einigen 8zeiligen Initialen in Rot und Blau mit Federwerk-Auslaufern, zahlreichen meist roten und wenigen blauen Lombarden und Rubrizierung. Blindgepragter geschwarzter Kalbslederband d. Z. (Rucken erneuert mit Aufmontierung der Ruckenfragmente, Bezugsleder bruchig, teils nur fragmentarisch und mit geschickt restauriert, mehrere Wurmlocher und Lasuren) uber schweren Holzdeckeln mit 2 erneuerten Lederschliessen an 6 Messingbeschlagen im Stil d. Z. Mainz, Peter Schoffer, 5. IX. 1473.Hain 2057. GW 2884. Goff A-1240. Proctor 102. Pellechet 1555. BMC I, 29. BSB-Ink A-856. CIBN A-680. CBB 358. CIH 374. IBP 630. IDL 491. IGI 976. Borm 258. Chantilly 186. Finger 95. Gunther 1860. Madsen 398. Ohly-Sack 301. Wilhelmi 69. ISTC ia01240000. Erste bei Peter Schoffer gedruckte Ausgabe und die zweite uberhaupt, der der umfangreiche Kommentar beigegeben wurde. In der Schlussschrift des Kommentars kommen abweichende Lesarten vor, die davon zeugen, dass der Satz dreimal verandert worden ist (vgl. dazu auch den Kommentar im GW und den Aufsatz von Detlev Mauss, Augustinus: De civitate dei (1473). Eine Variante. In: Gutenberg-Jahrbuch 1995, S. 83-88). In dem vorliegenden Exemplar aus dem Besitz von Detlev Mauss nennt sich der Rubrikator mehrfach, was Mauss in dem genannten Aufsatz zitiert: "Auf die vermutlich ostdeutsche Herkunft verweist auch die am Ende angebrachte Notiz des Rubrikators und Besitzers: Nikolai de Costen decretorum, Doctroris civitatis possessors o, Lector memor estofinis huius opersis sit lauset gloria christo mcccclxxiiii,primo septembris.Nach der Tabula schrieb er: Completum est hoc opus illuminationisin xv diebus et finitum die mmo (Magno)vi sptembris anno domini mcccclxxiiiisit laus et gloria Christo.Die Nachricht, dass der Rubrikator knapp uber zwei Wochen gebraucht hat, um das Exemplar zu rubrizieren, ist meiner Kenntnis nach in der Literatur einmalig ... Was den Vorbesitzern offensichtlich unbekannt blieb, ist die Tatsache, dass der Setzer (?) in Buch III, Kapitel IV die letzten 4 3/4 Zeilen von links nach rechts fallend rot durchgestrichen hat, daneben schrieb er in rot 'vacat'. Da dieser Umstand auch dem GW unbekannt war, wurden alle dort verzeichneten Bibliotheken angeschrieben und um Auskunft gebeten ... Offensichtlich hat man im Verlauf des Druckes den Fehler verbessert, da folgende Bilbiotheken den berichtigten Text haben ... (nennt die Bibliotheken)". Der Rubrikator muss also direkt mit der Offizin Peter Schoffers zusammengearbeitet haben, wie Mauss im Folgenden darlegt. Innengelenke und Vorsatze erneuert, die ersten Blatter mit starkerem Braunfleck, der sich in den folgenden Blattern schwacher fortfuhrt, aber immer wieder aufscheint. Im Aussensteg und im Fusssteg ebenfalls ein unschoner Wasserrand durch einige Lagen, hin und wieder mit kleine Sporflecken und Braunungen. Letztes Blatt mit kleinen Randhinterlegungen, sonst nur wenige Papierlasuren. Wenige Finger- und Schmutzflecken, die letzten Blatter gering wurmstichig. Blatt 1 mit einigen radierten Besitzvermerken. Der auffallend hubsche zeitgenossische (wiewohl restaurierte) Einband zeigt das typische, aus dreifachen Fileten gestrichene Rautenornament im Quadratkasten, hier mit verschiedenen Stempeln geziert: Durchstochenes Herz nach links in Raute, umrandete und offene Rosette, die Evangelistensymbole Adler, Lowe, Stier und Menschwesen in Tondi (teils nicht mehr sichtbar), vgl. Schunke 43-47 bzw. Schunke 100 auf Erfurt lokalisiert. Insgesamt sehr schones Exemplar der ersten Druckvariante mit der einzigartigen Rubrikator-Eintragung. Beiliegt ein Sonderdruck des Gutenberg-Jahrbuchs mit dem genanntem Aufsatz von Detlev Mauss und die vollstandige Korrespondenz- und Forschungsunterlagen mit Briefen, Kopien und Mikrofiches der entsprechenden Textseiten aus den Bibliotheksexemplaren.
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