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Description
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Livius, Titus. Historiae Romanae Decades (ohne: Florus. Epitoma). 169 (statt 171; es fehlen das erste und das letzte weisse) nn. Bl. 49 Zeilen. Rom. Typ. Schriftraum: 27,2 x 15 cm. Format: 39,1 x 26,5 cm. Mit 9zeiliger goldener Initiale auf mehrfarbigem Grund mit eingemalter dreiteiliger figurlicher und goldgehohter Bordure, 11 8zeiligen goldenen Initialen auf mehrfarbigem Grund mit Ranken sowie einigen Initialen in Rot und Blau. Marmoriertes Leder des spaten 17. Jahrhunderts (berieben und etwas beschabt, Rucken an Gelenken und Kapitalen restauriert) uber Holzdeckeln mit goldgepragtem RSchild, RVergoldung, Deckelfileten und breiter floraler Bordure mit Mittelstuck auf den Deckeln sowie dreiseitigem Goldschnitt. Venedig, Wendelin von Speyer, 1469.Hain-Copinger 10130. GW 18494. Goff L-238. Proctor 4023. Pellechet 7148. BMC V, 154. BSB-Ink L-188. CIBN L-177. IDL 2971. IGI 5771. Gunther 3334. Madsen 2492. 2493. Oates 1608. Walsh 1513. 1514. ISTC il00238000. Erster venezianischer Druck. Die erste Ausgabe war 1469 in der Offizin von Conrad Sweynheym und Arnold Pannartz in Rom erschienen. Titus Livius (ca. 59 v. Chr. bis 17. n. Chr.) behandelt in seinem umfassenden Hauptwerk die romische Geschichte von der Grundung der Stadt bis zum Tod des Heerfuhrers Drusus im Jahr 9 n. Chr. Das prachtig geschmuckte erste Textblatt nach dem Index ist im Stil einer Renaissance-Adikula gehalten mit einem von einem nackten Putto gehaltenen, aufsteigenden Pilasterband uber einem Postament links und einem entsprechenden Putto rechts, der eine Vase balanciert. Oben schliesst die Bordure mit einem Spitzgiebel und einbeschriebener Muschelkalotte und Gebalk ab, dessen Fries in grossen golden Versallettern den Autorennamen prasentiert: "TITV LIVII PATAVINNI D. P.". Unten scheint die Kolumne als Textblatt in der Mitte aufzuschlagen und lasst den Blick uber eine weite Landschaft der Campagna frei, in der die Lupa Romana mit beiden saugenden mythischen Stadtgrundern Roms, Romulus und Remus, erscheint. Der Herausgeber der Ausgabe, der Humanist Johannes Andreas de Bossi, Bischof von Aleria (1417-1475), arbeitete seit 1467 als Korrektor in der Offizin von Sweynheym und Pannartz, wo er an der Erstellung zahlreicher editiones principes vor allem lateinischer Klassiker und Kirchenvater tatig war. Zu dem Druck gehort mit den Epitoma des romischen Historikers Florus noch ein zweiter umfangreicher Teil, der diesem Exemplar jedoch nicht beigebunden ist. Die Bibliographen geben als Druckjahr 1470 an, im Kolophon dieses Teils steht jedoch die Jahresangabe "M.CCCC.LXVIIII."Es fehlen die beiden weissen Blatter am Anfang und am Schluss. Vorderes Innengelenk hinter dem ersten Blatt geplatzt, wenige Blatter gelost. Vereinzelt etwas braun-, stock- oder fingerfleckig, das erste Blatt gering starker betroffen. Uberwiegend jedoch sauber, da sorgfaltig gewaschen (die zahlreichen Marginalien dadurch meist etwas starker verblasst). Die ersten Lagen mit kaum sichtbaren Wurmlochern im weissen Rand.
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